Gefriertrocknen - die Vorteile

Gefriertrocknen - die Vorteile

Das Gefriertrocknen bietet sich aus vielerlei Gründen als besonders schonendes Trocknungsverfahren an.

Erhalten der biologischen Aktivität

Biomoleküle zeigen ernährungsphysiologische und anderweitige Wirkungen, die auf ihrer natürlichen molekularen Struktur beruhen. Die Wirkung verschwindet, wenn sich die Struktur verändert. Wird ein Biomolekül erwärmt, so ändert es beim Erreichen bestimmter, molekülspezifischer Temperaturen seine Struktur. Bei Proteinen, als Beispiel, nennt man dies "Denaturieren".

Das Gefriertrocknen findet bei Temperaturen statt, welche keine Strukturveränderungen an Biomolekülen verursachen. Aus diesem Grund wird der ernährungsphysiologische Wert eines Produktes durch diese Trocknungsform überhaupt nicht verändert. Immunstoffe, Hormone, Wachstumsfaktoren, Enzyme und andere Wert gebende Inhaltsstoffe bleiben wirksam und auch ihre Bioverfügbarkeit wird vollständig erhalten.

Inhaltsstoff-Reaktionen unterdrücken

Viele Inhaltsstoffe zeigen in flüssig-wässriger Umgebung (bio-)chemische Reaktionen mit sich selbst oder mit anderen Inhaltsstoffen. Dies gilt für Inhaltsstoffe natürlicher Herkunft ebenso wie für synthetische Stoffe, etwa Wirkstoffe in pharmazeutischen oder kosmetischen Präparationen. Mit steigender Temperatur beschleunigt sich dieses Reaktionsgeschehen. Die damit verbundenen Stoffumwandlungen sind in aller Regel für den Nährwert (Lebensmittel) oder die Wirksamkeit (andere Präparate) negativ.

Wird ein Produkt eingefroren, so reduzieren sich diese ungewollten Stoffumwandlungen beträchtlich, je niedriger die Temperatur, desto stärker die Reaktionshemmung. Das Gefriertrocknen setzt das Einfrieren der betreffenden Produkte voraus. Hierdurch werden alle Arten ungewollter Inhaltsstoff-Reaktionen unterdrückt. Beim Trocknen selbst wird die Temperatur so lange auf niedrigstem Niveau gehalten, bis das für diese Reaktionen unabdingbare freie (flüssige) Wasser durch Sublimation verschwunden ist.